Elisabeth Menslage  Heilpraktikerin für Psychotherapie
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Traumatherapie

Was ist eigentlich ein Trauma?

Versuch einer Definition: Eine überwältigende, lebensbedrohliche, furchtbare und ängstigende Erfahrung, die außerhalb der „normalen“ menschlichen Erfahrungsbereichs liegt.

Mit dem Gefühl der Ohnmacht, des Ausgeliefertseins, des Kontrollverlustes verbunden.

Mit enormen seelischen und / oder körperlichen Schmerzen verbunden.

Etwas das von unserem Gehirn abgespalten, der Erinnerung nur teilweise zugänglich ist oder ganz verdrängt wird. Was ein Mensch als traumatisch erlebt, ist auch von der subjektiven Wahrnehmung abhängig. Z.B. kann es für ein Kind traumatisch sein, wenn es nur denkt, die Eltern seien im eingestürzten Haus ums Leben gekommen, auch wenn es die Eltern nach einigen Stunden wiedersieht.

Einteilung unterschiedlicher Trauma-Typen:

Kurz, dauernd und einmalig oder langanhaltend, mehrfach sich wiederholend.

Schicksalhaft, zufällig oder durch Menschen verursacht.

kollektives Trauma (z. B. Krieg).

Hinweis: Sich wiederholende von Menschen verursachte Traumen sind in ihren Auswirkungen auf die Opfer meist schwerer als zum Beispiel eine Naturkatastrophe.

Erfahrungen, die am häufigsten schwere Traumatisierungen auslösen, sind Krieg, Vergewaltigung und körperliche / seelische / sexuelle Gewalt in der Kindheit! Genau dies kann Menschen, die Krieg und Flucht überstanden haben, betreffen!!

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Typische Lebenseinstellung NICHT-traumatisierter Menschen:

Hat die Überzeugung „unverletzlich“ zu sein.

Nimmt die Welt als bedeutungsvoll, verständlich und kontrollierbar wahr.

Sieht sich Selber als positiv und wertvoll.

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Typische Lebenseinstellung traumatisierter Menschen:

Sieht sich selber als verletzt und zukünftig verletzbar.

Sieht die Welt als feindlich, unverständlich und unkontrollierbar an.

Sieht Sich selber als beschädigt und wertlos.

Fazit: Eine schwere traumatische Erfahrung kann die Sicht auf das Leben und die Welt und damit das eigene Handeln dramatisch verändern!

Eine meiner Patientinnen war Madeleine und sie befand sich – wie andere Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen auch - in einem Konflikt zwischen dem Wunsch nach mehr Kontakt mit anderen Menschen und dem Bedürfnis nach Abgrenzung von der Außenwelt. Dieser Konflikt wurde aber nicht entschieden und dringt nicht in das Bewusstsein, er bleibt in der Schwebe und schlägt sich in Schmerzen und psychiatrischen Auffälligkeiten nieder. Durch tiefenpsychologische Körperarbeit in der Therapie wurde Madeleine dieser Konflikt bewußt und sie konnte damit auch die Trauer über ihre Traumen zulassen.

In dem Ausmaß, indem die Patientin in der Therapie Trauerarbeit leistete, wurden ihre psychiatrischen Schübe weniger und ihre Schmerzen konnten zurückgehen.


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© by Elisabeth Menslage