Elisabeth Menslage  Heilpraktikerin für Psychotherapie
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Naturgesundheit

Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts beschreiben viele Pflanzen als Mittel gegen hartnäckige Beschwerden. Und schon die alten Griechen wie Hippokrates hoben besonders die heilsame Wirkung folgender Pflanzen hervor..

Die Brennnessel

Wer kennt sie nicht, die Brennnessel, die sich überall am Wegesrand und auf den Wiesen ausbreitet und allgemein als Unkraut angesehen wird. Doch ihre zahlreichen Gesundheitswirkungen heben diese Pflanze immer mehr aus ihrem Schattendasein heraus.

Ursächlich wird die Brennnessel bei Problemen der Haut, Muskeln und Gelenke u. a. bei Menschen angewandt, die eine krankhafte Neigung zu Harnsäurebablagerungen haben. Die Brennnessel hilft nämlich bei der Ausscheidung derselben.

Auch bei Paracelsus und der Heiligen Hildegard von Bingen wird die Brennnessel als Heilmittel erwähnt.

Aufgrund ihrer intensiven Wirkung wird die Brennnessel auch in der Homöopathie bei Hautauschlägen, leichten Verbrennungen und Sonnenbrand angewandt. Als Urtinktur wird sie von Homöopathen bei Rheuma und Gicht eingesetzt.

Die Wirk- und Inhaltsstoffe der Brennnessel sind so zahlreich, dass wir sie in nachfolgender Liste zusammenfassen:

Mineralien und Spurenelemente (vor allem Eisen, aber auch Kieselsäure) Vitamine (C, B2, K1 (Phyllochinon - Regulierung der Blutgerinnung), Carotinoide) Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe bis 0,6 %) Organische Säuren, unter anderem Kaffeesäure und Kaffeoyläpfelsäure, Pantothensäure (hilfreich bei der Stoffwechselaktivierung, zusammen mit Vitamin C, B2, K1) Steroide: P-Sitosterin ist wirksam gegen Miktionsbeschwerden bei Prostatahyperplasie. Phytosterole, können den Cholesterinspiegel senken Serotonin Cholin, Azetylcholin, als Botenstoff zur Übertragung von Nervenimpulsen Triterpene, wirken antimikrobiell Bitterstoffe, regen die Gallensekretion an Aufgrund der zahlreichen Wirkstoffe besitzt die Brennnessel natürlich auch ein sehr breites Wirkungsspektrum. Sie findet sowohl innerlich als auch äusserlich Verwendung. Die hauptsächlichen Anwendungsgebiete der Brennnessel sind die folgenden:

Ausleitung von Schlacken und Toxinen durch Anregung des Stoffwechsels – z. B. in Form einer Frühjahrskur zur Blut- und Nierenreinigung (auch gemeinsam mit Löwenzahn) als Tee oder auch als Frischpflanzensaft. Brennnesselblattpulver kann ausserdem einfach in Säfte oder Wasser gerührt werden. Durchblutungsstörungen Brennnessel ist eine sehr gute pflanzliche Eisenquelle, enthält auch sehr viel Chlorophyll und ist auch für Schwangere als Rohsaft zu empfehlen. Zur Förderung der Milchsekretion während der Stillzeit Rheumatismus der Muskeln und Gelenke Gicht Hautbeschwerden Ekzeme, z. B. nässende Stellen hinter den Ohren bei Kindern Juckende und/oder allergische Hautprobleme Neigung zur Geschwürbildung (Magen, Darm, Mund, Lippen) Leber- und Gallenleiden Verdauungsstörungen: Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl, Blähungen Hämorrhoiden Verhütung von Nieren- und Harnsteinen Hilfreich bei Diabetes mellitus durch die Blutzucker senkende Wirkung Verschleimung der Atmungsorgane Milde Anregung der Nierentätigkeit Unterstützend bei Prostata- und Harnwegsbeschwerden Berühmt ist die Brennnessel auch als natürliches Stärkungsmittel bei Haarproblemen der verschiedensten Art:

Zur Anregung des Haarwachstums in Form von Haartinkturen und durch den Verzehr von Brennnesselsamen Bei fettiger Kopfhaut und bei Schuppen als Bestandteil von Shampoos oder als Haarwasser (z. B. Brennnesseltee) Gegen das Ergrauen der Haare innerlich und äusserlich als Frischpflanzenpresssaft angewandt.

Bei der Verwendung von Brennesselkraut ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Liter stillem Wasser zu achten.

Die Birkenblätter

Medizinisch genutzt werden die Blätter der Birke. Sie wirken besonders auf die Nieren (fördern die Nierendurchblutung und Nierenleistung) und auf die Harnwege.

Birkenblätter können als Tee oder als Frischpflanzensaft getrunken oder in Form von Tabletten oder Dragees eingenommen werden. Äusserlich finden die Birkenblätter in verschiedenen kosmetischen Produkten Anwendung, z. B. gegen Schuppenbildung.

Die Anwendungsgebiete der Birkenblätter sind im Einzelnen die folgenden:

Durchspülung der Harnwege bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen, die mit Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen einher gehen Bei Nierengriess Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden. Zur Blutreinigung im Rahmen von "Frühjahrskuren"

Die Artischockenblätter

Die Artischocke, die ursprünglich aus dem Orient stammt, ist eine bis zu zwei Meter hohe, distelartige Staude. Ihre Blütenknospen werden als Gemüse verzehrt. Heilsam sind jedoch insbesondere die Artischockenblätter.

Sie sind reich an Bitterstoffen (Hauptwirkstoff ist das Cynarin), Flavonoiden, Vitaminen, Mineralstoffen etc.

Die Artischockenblätter wirken hervorragend auf die Gallen- und Lebergesundheit. Sie fördern den Gallefluss und schützen die Leber und helfen ihr bei der Regeneration.

Auch die Bauchspeicheldrüse wird von den Bitterstoffen der Artischockenblätter angeregt, Verdauungssäfte auszuschütten.

Artischockenblätter wirken insgesamt blutfett- und cholesterinsenkend, entzündungshemmend, krampflösend und antioxidativ.

Sie sehen also, wie einfach es mit Hilfe von Heilpflanzen sein kann, die eigene Gesundheit zu verbessern.


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